Gebrauchte Autos ausfindig machen

Gebrauchtwagen sind sowohl über verschiedene Internetbörsen als auch beim ortsansässigen Kfz-Händler erhältlich. Im Kleinanzeigenteil werden häufig ebenfalls zu verkaufende gebrauchte PKW inseriert. Die einschlägigen Internetplattformen werden von Privatleuten und Händlern zum Autoverkauf benutzt, die Art des Anbieters ist zumeist an der eingestellten Annonce erkennbar. Anhand von Fotos und diversen Angaben zum jeweiligen PKW kann der interessierte Käufer eine Auswahl von Fahrzeugen vorsortieren und auf seine Merkliste setzen. Wichtige Fragen, die darüber entscheiden, welche gebrauchten PKW in Frage kommen, sind: Wie groß ist das finanzielle Budget für den Kauf? Wie alt darf das Auto ungefähr sein? Wie viele Kilometer sollte es höchstens gefahren sein? Wird eine bestimmte Farbe bevorzugt? Kommt auch ein Auto mit kleinem Unfallschaden in Betracht? Wie weit ist der Käufer bereit, zu fahren, um seinen eventuellen Neuerwerb zu begutachten?
Der Autohändler unterliegt der gesetzlichen Sachmängelhaftung. Dieser Haftung kann er sich nicht durch Klauseln im Kaufvertrag entziehen. Ein Jahr lang ist er zur Nachbesserung von Mängeln verpflichtet, die am PKW bereits beim Kauf vorhanden waren. Viele Händler bieten weiterhin eine Gebrauchtwagengarantie an, die von dem Kunden bezahlt werden muss. Sie ist zumeist ebenfalls auf ein Jahr begrenzt und manchmal, bei teureren Autos, schon im Kaufpreis enthalten. Durch sie werden zusätzliche Reparaturkosten abgesichert. Der Käufer des Wagens ist nicht verpflichtet, eine Gebrauchtwagengarantie in Anspruch zu nehmen, es ist nur eine zusätzliche Option. Diese Sicherheit kann der Kauf von privat nicht bieten, denn dort gilt im Normalfall: Gekauft wie gesehen. Im Gegenzug ist der Privatkauf meist günstiger, da der Händler seinen eigenen Verdienst auf den Preis aufschlagen muss.
Gebrauchte Autos sollten nie ohne intensive Begutachtung und eine ausführliche Probefahrt gekauft werden. Versteckte Mängel sind oft schwer erkennbar, um sie festzustellen, muss der Käufer sich Zeit lassen. Fehlt der eigene technische Sachverstand, dann ist es ratsam, einen fachkundigen Begleiter zum Autokauf mitzunehmen, der eine optische Prüfung des Motors, des Unterbodens und der Karosserie vornimmt. Unliebsame Überraschungen können auf diese Weise zwar nicht völlig ausgeschlossen werden, die Wahrscheinlichkeit hierfür wird aber deutlich reduziert. Auf der Probefahrt ist auf sämtliche Nebengeräusche zu achten und, wenn möglich, deren Ursprung abzuklären. Ein deutlicher Benzingeruch ist ein Indiz für undichte Stellen im Spritkreislauf und sollte nicht ignoriert werden. Mit offenen Augen und Ohren dürfte es dem Käufer gelingen, das beste Auto für sich aus dem breiten Angebot herauszufinden.
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